Eine eigene Internetadresse gehört zu jeder Homepage. Doch muss eine Domain immer Geld kosten? Tatsächlich gibt es verschiedene Möglichkeiten, eine kostenlose Domain oder Subdomain für eine Webseite zu nutzen.
Dabei solltest Du genau unterscheiden: Eine kostenlose Adresse wie meineseite.wordpress.com ist eine Subdomain und keine eigene Domain wie meineseite.de. Echte Domains werden zwar teilweise kostenlos angeboten, häufig gilt dies jedoch nur für einen begrenzten Zeitraum und in Verbindung mit einem kostenpflichtigen Hosting- oder Homepage-Paket.
Auf dieser Seite zeigen wir Dir, welche kostenlosen Möglichkeiten es gibt, welche Anbieter kostenlose Subdomains bereitstellen und wo die Unterschiede liegen. So kannst Du entscheiden, welche Internetadresse für Deine Homepage geeignet ist.
Gibt es wirklich kostenlose Domains?
Ja – allerdings kommt es darauf an, was mit „kostenlose Domain“ gemeint ist.
Eine klassische eigene Domain wie meineseite.de oder meineseite.com verursacht normalerweise Registrierungs- und Verlängerungskosten. Manche Hosting- und Homepage-Anbieter übernehmen diese Kosten für einen begrenzten Zeitraum, beispielsweise im ersten Vertragsjahr. Das dazugehörige Hosting- oder Homepage-Paket ist dann jedoch kostenpflichtig.
Dauerhaft kostenlos erhältlich sind dagegen bei verschiedenen Anbietern Subdomains. Deine Internetadresse sieht dann beispielsweise so aus:
meineseite.wordpress.commeineseite.jimdofree.commeineseite.4lima.de
Für private Homepages, erste Webseiten, Lernprojekte oder zum Ausprobieren können solche kostenlosen Subdomains vollkommen ausreichen.
Für eine geschäftliche Webseite, ein langfristiges Projekt oder eine Homepage, mit der Du eine eigene Marke aufbauen möchtest, ist eine eigene Domain in der Regel die bessere Lösung.
Eine kostenlose Subdomain allein reicht nicht aus, wenn Du eigene HTML-Dateien, Bilder oder PHP-Skripte online stellen möchtest. Dafür benötigst Du zusätzlich passenden Webspace. In unserer Übersicht kannst Du kostenlosen Webspace und Freehosting-Anbieter vergleichen und prüfen, welche Angebote FTP, PHP, MySQL, SSL oder WordPress unterstützen.
Domain oder Subdomain – was ist der Unterschied?
Eine Domain ist eine eigenständige Internetadresse, die über einen Domain-Anbieter registriert wird. Eine Subdomain ist dagegen einer bereits bestehenden Domain untergeordnet.
Ein einfaches Beispiel:
| Art | Beispiel |
|---|---|
| Eigene Domain | meineseite.de |
| Kostenlose Subdomain | meineseite.wordpress.com |
Bei meineseite.de verwendest Du eine eigenständige Domain. Bei meineseite.wordpress.com stellt Dir dagegen WordPress.com einen Teil seiner eigenen Domain wordpress.com als Adresse für Deine Webseite zur Verfügung.
Vorteile einer eigenen Domain
- wirkt professioneller
- ist unabhängig vom Namen eines Homepage-Anbieters
- kann zu einem anderen Webhoster umgezogen werden
- eignet sich besser für langfristige Projekte und Unternehmen
- ermöglicht eigene E-Mail-Adressen wie
info@meineseite.de
Vorteile einer kostenlosen Subdomain
- verursacht in der Regel keine Domainkosten
- eignet sich gut zum Ausprobieren und Lernen
- ist meist schnell eingerichtet
- kann direkt mit kostenlosem Webspace oder einem Homepage-Baukasten verbunden sein
Allerdings bleibt eine kostenlose Subdomain an die Domain beziehungsweise den Dienst des jeweiligen Anbieters gebunden und enthält dessen Domainnamen in Deiner Internetadresse.
Eine kostenlose Subdomain ist deshalb nicht grundsätzlich schlecht. Entscheidend ist, wofür Du Deine Webseite verwenden möchtest.
Welche kostenlosen Internetadressen gibt es?
Wenn im Internet von einer „kostenlosen Domain“ gesprochen wird, können damit unterschiedliche Angebote gemeint sein. Vor der Auswahl solltest Du deshalb prüfen, welche Art von Internetadresse Du tatsächlich erhältst.
Kostenlose Subdomain
Du erhältst eine Adresse unterhalb der Domain eines Anbieters, zum Beispiel:
meineseite.wordpress.com
oder:
meineseite.4lima.de
Solche Subdomains können dauerhaft kostenlos angeboten werden und eignen sich besonders für private Homepages, Blogs, Lernprojekte und erste Webseiten.
Kostenlose Domain im Hosting- oder Homepage-Paket
Einige Anbieter werben mit einer kostenlosen Domain. Dabei handelt es sich tatsächlich um eine eigene Domain, beispielsweise mit .de– oder .com-Endung.
Kostenlos bedeutet in diesem Fall jedoch häufig nur, dass die Domain für einen bestimmten Zeitraum im Preis eines kostenpflichtigen Tarifs enthalten ist. Nach Ablauf des kostenlosen Zeitraums können reguläre Verlängerungskosten anfallen.
Achte deshalb nicht nur auf den Preis im ersten Jahr, sondern auch auf die späteren Kosten für Domain und Tarif.
Kostenlose Entwickler-Subdomain
Für HTML-Seiten, Programmierprojekte und statische Webseiten gibt es spezielle Hosting-Plattformen, die kostenlose Subdomains bereitstellen.
Solche Angebote sind besonders interessant, wenn Du selbst HTML, CSS oder JavaScript verwendest und keinen klassischen Homepage-Baukasten benötigst.
Kostenlose DynDNS-Subdomain
DynDNS-Adressen sind vor allem für Geräte und Server gedacht, die über das Internet erreichbar sein sollen. Damit kannst Du beispielsweise einen Heimserver, ein NAS oder andere Netzwerkgeräte trotz wechselnder IP-Adresse über einen festen Namen erreichen.
Für eine normale Homepage ist DynDNS meist nicht die passende Lösung.
Kostenlose Kurz-URL
URL-Shortener wie Bitly oder TinyURL erzeugen kurze Weiterleitungsadressen für lange Internetlinks.
Eine Kurz-URL ist weder eine eigene Domain noch eine klassische Subdomain für Deine Homepage. Sie leitet Besucher lediglich auf eine bereits vorhandene Internetadresse weiter.
Kurz-URLs sind deshalb praktisch zum Teilen langer Links, aber kein Ersatz für eine Domain oder Subdomain.
Domain und Webspace gehören zusammen
Eine Domain oder Subdomain ist zunächst nur die Adresse Deiner Webseite. Damit unter dieser Adresse auch eine Homepage angezeigt werden kann, benötigst Du zusätzlich Speicherplatz für Deine HTML-Dateien, Bilder, WordPress-Installation oder andere Inhalte.
Diesen Speicherplatz bezeichnet man als Webspace oder Webhosting.
Einige Anbieter kombinieren kostenlose Subdomains direkt mit kostenlosem Webspace. Bei anderen Angeboten erhältst Du lediglich eine Internetadresse und musst den benötigten Speicherplatz separat bereitstellen.
Wenn Du eine Homepage möglichst ohne Kosten erstellen möchtest, findest Du in unserem Vergleich kostenloser Webspace-Anbieter verschiedene Freehoster sowie Informationen zu Speicherplatz, Werbung, SSL, PHP und Datenbanken.
Kostenlose Subdomains für Homepage und Blog
Für eine einfache Homepage oder einen Blog brauchst Du nicht unbedingt sofort eine eigene Domain. Verschiedene Homepage-Baukästen und Hosting-Anbieter stellen kostenlose Subdomains bereit, über die Deine Webseite im Internet erreichbar ist.
Die Angebote unterscheiden sich allerdings deutlich. Manche Anbieter kombinieren die Subdomain direkt mit kostenlosem Webspace und einem Homepage-Baukasten, während andere mehr technische Freiheit bieten.
Die folgenden Anbieter eignen sich besonders, wenn Du eine kostenlose Homepage mit Subdomain erstellen möchtest.
WordPress.com
Mit WordPress.com kannst Du kostenlos eine Webseite oder einen Blog erstellen. Im kostenlosen Tarif erhält Deine Webseite eine Adresse nach dem Muster:
meineseite.wordpress.com
Webhosting ist bereits enthalten. Du musst deshalb keinen separaten Webspace einrichten. Der kostenlose Tarif eignet sich insbesondere für Blogs, private Webseiten und Nutzer, die WordPress ausprobieren möchten, ohne zunächst eigenes Hosting und eine eigene Domain zu buchen.
Auf kostenlosen WordPress.com-Webseiten kann WordPress.com eigene Werbung anzeigen. Eine eigene Domain kann mit einem kostenpflichtigen Tarif verwendet werden.
Geeignet für: Blogs, private Homepages und WordPress-Einsteiger
Besonderheit: WordPress inklusive Hosting und kostenloser Subdomain
Kostenlose Webseite bei WordPress.com erstellen
Jimdo
Jimdo ist ein deutschsprachiger Homepage-Baukasten, mit dem sich Webseiten ohne Programmierkenntnisse erstellen lassen. Im kostenlosen Angebot wird die Homepage über eine Subdomain des Anbieters veröffentlicht.
Eine solche Adresse kann beispielsweise so aussehen:
meineseite.jimdofree.com
Der Baukasten übernimmt die technische Bereitstellung der Webseite. Dadurch eignet sich Jimdo insbesondere für Einsteiger, die keine eigenen HTML-Dateien hochladen oder einen Webserver konfigurieren möchten.
Für eine eigene Domain und zusätzliche Funktionen ist ein kostenpflichtiger Tarif erforderlich.
Geeignet für: Einsteiger und einfache Homepages
Besonderheit: Homepage-Baukasten und Hosting aus einer Hand
Wix
Auch mit Wix lässt sich eine Webseite zunächst kostenlos erstellen und veröffentlichen. Wix stellt dafür eine kostenlose Internetadresse zur Verfügung.
Die kostenlose URL folgt grundsätzlich diesem Schema:
website-praefix.wixsite.com/website-adresse
Webspace und Homepage-Baukasten sind bereits enthalten. Eine eigene Domain kann mit einem entsprechenden kostenpflichtigen Paket verbunden werden.
Die kostenlose Variante eignet sich deshalb vor allem zum Ausprobieren des Baukastens, für private Projekte oder für Webseiten, bei denen eine eigene Domain zunächst nicht erforderlich ist.
Geeignet für: Einsteiger, private Webseiten und zum Testen eines Homepage-Baukastens
Besonderheit: umfangreicher visueller Homepage-Baukasten mit kostenloser Wix-Adresse
Kostenlose Wix-Adresse verwenden
Homepage-Baukasten.de
Homepage-Baukasten.de gehört zu den klassischen deutschsprachigen Diensten zum Erstellen einer kostenlosen Homepage. Im kostenlosen Tarif wird die Webseite über eine Adresse des Anbieters veröffentlicht.
Eine typische kostenlose Adresse verwendet die Endung:
de.tl
Damit lässt sich eine einfache Homepage erstellen, ohne zuvor eigenen Webspace oder eine eigene Domain buchen zu müssen.
Geeignet für: private Homepages und Einsteiger
Besonderheit: deutschsprachiger Homepage-Baukasten mit kostenloser Internetadresse
Website.org
Website.org bietet eine einfache Möglichkeit, eine eigene Webseite über eine kostenlose Subdomain zu veröffentlichen. Das Angebot richtet sich insbesondere an Nutzer, die ohne eigene Domain eine kleine Webpräsenz erstellen möchten.
Im Gegensatz zu klassischem Webhosting steht dabei die einfache Erstellung einer Webseite im Vordergrund.
Geeignet für: kleine Webseiten und einfache Online-Präsenzen
Besonderheit: kostenlose Subdomain in Verbindung mit einem einfachen Website-Angebot
Kostenlose Subdomains mit Webspace
Wenn Du Deine Homepage selbst erstellen möchtest, beispielsweise mit HTML und CSS, ist ein klassischer Webspace oft interessanter als ein Homepage-Baukasten. Einige Anbieter stellen dafür kostenlose Subdomains zur Verfügung.
lima-city
lima-city bietet eine besonders große Auswahl kostenloser Subdomains. Nach Angaben des Anbieters stehen verschiedene Domain-Endungen zur Verfügung, unter denen Du eigene Subdomains anlegen kannst.
Beispiele sind:
meineseite.4lima.demeineseite.12hp.demeineseite.2ix.demeineseite.webspace.rocksmeineseite.lima.zonemeineseite.de.cool
Insgesamt stellt lima-city derzeit 17 Domains zur Verfügung, unter denen pro Account bis zu 25 kostenlose Subdomains erstellt werden können.
Die Subdomains können sowohl mit kostenlosem Webspace als auch mit einem kostenpflichtigen Webhosting-Paket bei lima-city verwendet werden.
Damit unterscheidet sich lima-city deutlich von einem klassischen Homepage-Baukasten: Die Lösung ist besonders interessant für Webmaster, die selbst mit Webspace, Dateien und eigenen Webseiten arbeiten möchten.
Geeignet für: HTML-Webseiten, Lernprojekte, Webmaster und eigene Webprojekte
Besonderheit: große Auswahl verschiedener kostenloser Subdomain-Endungen
Kostenlose Subdomains bei lima-city
Kostenlose Subdomains für HTML und Entwickler
Wenn Du Deine Webseite selbst mit HTML, CSS oder JavaScript erstellst, brauchst Du nicht unbedingt einen Homepage-Baukasten. Verschiedene Entwicklerplattformen können statische Webseiten kostenlos veröffentlichen und stellen dafür eine eigene Subdomain bereit.
Diese Angebote richten sich eher an Nutzer, die ihre Dateien selbst erstellen und verwalten möchten.
Cloudflare Pages
Mit Cloudflare Pages lassen sich statische Webseiten und Webprojekte veröffentlichen. Nach dem ersten erfolgreichen Deployment erhält das Projekt automatisch eine Adresse nach dem Muster:
meinprojekt.pages.dev
Cloudflare Pages eignet sich beispielsweise für selbst erstellte HTML-, CSS- und JavaScript-Projekte. Auch eine eigene Domain kann später mit dem Projekt verbunden werden.
Anders als bei einem klassischen Homepage-Baukasten erstellst Du Deine Webseite selbst und veröffentlichst anschließend die fertigen Dateien beziehungsweise das Projekt.
Geeignet für: HTML-Webseiten, statische Websites und Entwicklerprojekte
Besonderheit: kostenlose pages.dev-Subdomain und Möglichkeit, später eine eigene Domain zu verbinden
GitHub Pages
GitHub Pages ist ein Hosting-Dienst für statische Webseiten, deren Dateien in einem GitHub-Repository gespeichert werden. HTML-, CSS- und JavaScript-Dateien können direkt als Webseite veröffentlicht werden.
Für eine persönliche Webseite erhältst Du eine Adresse nach dem Muster:
benutzername.github.io
Projektseiten können beispielsweise unter:
benutzername.github.io/projektname
veröffentlicht werden.
GitHub Pages eignet sich besonders für selbst erstellte Webseiten, Dokumentationen, Open-Source-Projekte und zum Lernen von HTML, CSS und JavaScript.
Eine eigene Domain kann ebenfalls mit einer GitHub-Pages-Webseite verbunden werden.
Geeignet für: HTML-Webseiten, Programmierprojekte, Dokumentationen und Entwickler
Besonderheit: Webseite wird direkt aus einem GitHub-Repository veröffentlicht
Kostenlose DynDNS-Subdomain
Nicht jede kostenlose Subdomain ist für eine klassische Homepage gedacht. DynDNS-Dienste lösen ein anderes Problem: Sie ermöglichen es, einen Internetanschluss oder ein Gerät trotz wechselnder öffentlicher IP-Adresse über einen festen Namen zu erreichen.
Das ist beispielsweise für Heimserver, NAS-Systeme oder andere Netzwerkgeräte interessant.
ClickIP
ClickIP bietet einen DynDNS-Dienst mit einer kostenlosen Subdomain unter:
meinname.clickip.de
Die Subdomain kann mit einer dynamischen IP-Adresse verbunden werden. Ändert sich die IP-Adresse des Internetanschlusses, kann die Zuordnung aktualisiert werden, sodass der gewünschte Dienst weiterhin unter demselben Namen erreichbar bleibt.
Für eine normale Homepage bei einem Webhoster ist eine solche DynDNS-Adresse in der Regel nicht erforderlich. ClickIP ist vielmehr interessant, wenn Du eigene Geräte oder Dienste über Deinen Internetanschluss erreichbar machen möchtest.
Geeignet für: Heimserver, NAS, Router und andere selbst betriebene Netzwerkdienste
Besonderheit: feste Subdomain für Internetanschlüsse mit wechselnder IP-Adresse
Kostenlose Kurz-URLs – kein Ersatz für eine Domain
Neben Domains und Subdomains gibt es Dienste, mit denen sich lange Internetadressen verkürzen lassen. Aus einer langen URL entsteht dadurch eine wesentlich kürzere Adresse, die sich beispielsweise leichter in sozialen Netzwerken, Nachrichten oder auf gedruckten Materialien verwenden lässt.
Wichtig ist die Unterscheidung:
Eine Kurz-URL ist keine eigene Domain für Deine Homepage.
Der Kurzlink leitet lediglich auf eine bereits bestehende Internetadresse weiter. Deshalb solltest Du URL-Shortener nicht mit kostenlosen Domains oder Homepage-Subdomains verwechseln.
74i
74i ist ein deutschsprachiger Dienst zum Verkürzen langer Internetadressen. Du gibst eine bestehende Zieladresse ein und erhältst dafür eine kürzere URL.
Der Dienst eignet sich damit nicht zum Hosten einer eigenen Homepage, sondern zum Weiterleiten auf bereits vorhandene Inhalte.
Geeignet für: Verkürzen und Weitergeben langer URLs
Besonderheit: einfacher deutschsprachiger URL-Shortener
Bitly
Bitly gehört zu den bekannten internationalen URL-Shortenern. Lange Internetadressen können in kompakte Kurzlinks umgewandelt werden.
Bitly bietet neben Kurzlinks weitere Funktionen wie QR-Codes und Auswertungsmöglichkeiten. Ein kostenloser Tarif ist verfügbar, besitzt jedoch gegenüber den kostenpflichtigen Angeboten Einschränkungen.
Auch eine Bitly-Adresse ist kein Ersatz für die Domain Deiner Homepage. Der Kurzlink verweist lediglich auf eine bereits vorhandene Zieladresse.
Geeignet für: Kurzlinks, Social Media, QR-Codes und Link-Tracking
Besonderheit: umfangreiche Funktionen zur Verwaltung und Auswertung von Links
TinyURL
TinyURL ist ein weiterer bekannter Dienst zum Verkürzen langer Internetadressen. Eine vorhandene URL wird dabei in eine kompaktere Adresse umgewandelt, die anschließend auf das ursprüngliche Ziel weiterleitet.
TinyURL eignet sich beispielsweise, wenn lange oder komplizierte Internetadressen einfacher weitergegeben werden sollen.
Auch hier gilt: Der erzeugte Kurzlink ist keine eigene Domain oder Homepage-Subdomain, sondern lediglich eine Weiterleitung.
Geeignet für: einfache Kurzlinks und Weiterleitungen
Besonderheit: seit vielen Jahren etablierter URL-Shortener
Kostenlose Domains und Subdomains im Vergleich
Die folgende Übersicht zeigt die wichtigsten Unterschiede der vorgestellten Angebote. Achte besonders auf die Spalte Art: Nicht jedes kostenlose Angebot ist eine eigene Domain.
Tipp: Auf dem Smartphone kannst Du die Tabelle seitlich verschieben, um alle Angaben zu den Anbietern zu sehen.
| Anbieter | Art | Kostenlose Adresse | Webspace inklusive | Eigene Domain möglich | Geeignet für |
|---|---|---|---|---|---|
| WordPress.com | Homepage-Subdomain | name.wordpress.com | Ja | Ja, tarifabhängig | Blog, Homepage |
| Jimdo | Homepage-Subdomain | z. B. name.jimdofree.com | Ja | Ja, tarifabhängig | Einsteiger, Homepage |
| Wix | Homepage-Adresse | ...wixsite.com/... | Ja | Ja, tarifabhängig | Homepage, Baukasten |
| Homepage-Baukasten.de | Homepage-Adresse | z. B. name.de.tl | Ja | tarifabhängig | private Homepage |
| Website.org | Homepage-Subdomain | Anbieter-Subdomain | Ja | abhängig vom Angebot | einfache Webseite |
| lima-city | Webspace-Subdomain | z. B. name.4lima.de | möglich | Ja | HTML, Webmaster |
| Cloudflare Pages | Entwickler-Subdomain | projekt.pages.dev | Ja | Ja | statische Webseiten |
| GitHub Pages | Entwickler-Subdomain | name.github.io | Ja | Ja | HTML, Entwickler |
| ClickIP | DynDNS-Subdomain | name.clickip.de | Nein | nicht der Zweck | Heimserver, NAS |
Hinweis: Tarife, Funktionen und Bedingungen kostenloser Angebote können sich ändern. Prüfe deshalb vor der Anmeldung die aktuellen Angaben des jeweiligen Anbieters.
Eine eigene registrierte Domain wie meineseite.de ist bei den dauerhaft kostenlosen Angeboten in dieser Tabelle nicht enthalten. Die meisten kostenlosen Lösungen stellen stattdessen eine Subdomain oder eine vergleichbare Anbieteradresse bereit.
Kostenlose .de-Domain – gibt es das?
Eine dauerhaft kostenlose eigene .de-Domain ist im normalen Hosting-Markt kaum zu finden. Die Registrierung und Verwaltung einer echten Domain verursacht Kosten, die ein Anbieter langfristig finanzieren muss.
Wenn mit einer „kostenlosen .de-Domain“ geworben wird, solltest Du deshalb genau auf die Bedingungen achten.
Häufig bedeutet das:
- die Domain ist nur im ersten Vertragszeitraum kostenlos
- die Domain ist Bestandteil eines kostenpflichtigen Hosting-Pakets
- nach dem kostenlosen Zeitraum fallen Verlängerungsgebühren an
- bestimmte Domain-Endungen sind von dem Angebot ausgeschlossen
Das unterscheidet solche Angebote grundlegend von einer dauerhaft kostenlosen Subdomain.
Beispiel
Bei einer kostenlosen Subdomain:
meineseite.wordpress.com
musst Du wordpress.com nicht selbst registrieren. Der Anbieter stellt Dir lediglich eine Adresse unter seiner eigenen Domain zur Verfügung.
Bei:
meineseite.de
handelt es sich dagegen um eine eigenständige registrierte Domain.
Wenn Du eine .de-Domain für ein langfristiges Projekt, ein Unternehmen oder eine professionelle Homepage benötigst, kann es deshalb sinnvoller sein, von Anfang an eine günstige eigene Domain zu registrieren, statt ausschließlich nach einem vermeintlich kostenlosen Angebot zu suchen.
Domain im ersten Zeitraum kostenlos – wo ist der Haken?
Hosting-Anbieter und Homepage-Baukästen bieten teilweise eine eigene Domain ohne zusätzliche Domainkosten für einen begrenzten Zeitraum an. Voraussetzung ist dann normalerweise der Abschluss eines kostenpflichtigen Tarifs.
Das kann trotzdem ein gutes Angebot sein: Wenn Du ohnehin Webspace oder einen Homepage-Baukasten benötigst, kann eine enthaltene Domain günstiger sein als die getrennte Buchung verschiedener Leistungen.
Entscheidend sind die Bedingungen nach dem kostenlosen Zeitraum.
Prüfe deshalb insbesondere:
- Wie lange ist die Domain inklusive?
- Was kostet die Domain anschließend?
- Welche Domain-Endungen stehen zur Auswahl?
- Wie hoch sind die Kosten des dazugehörigen Hosting-Tarifs?
- Verlängert sich der Tarif automatisch?
- Kann die Domain später zu einem anderen Anbieter umgezogen werden?
Vergleiche deshalb nicht nur den Einstiegspreis, sondern die langfristigen Gesamtkosten von Domain und Hosting.
Domain-Check: Ist Deine Wunschdomain noch frei?
Du möchtest statt einer kostenlosen Subdomain lieber eine eigene Domain verwenden? Dann solltest Du zunächst prüfen, ob Dein gewünschter Domainname noch verfügbar ist.
Über einen Domain-Check kannst Du beispielsweise testen, ob eine gewünschte .de-, .com– oder andere Domain noch registriert werden kann.
Tipp: Prüfe möglichst mehrere Varianten Deines Wunschnamens, bevor Du Dich für eine Domain entscheidest.
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Welche kostenlose Domain oder Subdomain passt zu mir?
Welche Lösung sinnvoll ist, hängt davon ab, was Du mit Deiner Internetadresse machen möchtest.
Ich möchte einfach eine kostenlose Homepage erstellen
Dann eignet sich ein Homepage-Baukasten mit kostenloser Subdomain. Angebote wie WordPress.com, Jimdo, Wix oder Homepage-Baukasten.de kombinieren Internetadresse, Webspace und die Werkzeuge zum Erstellen der Webseite.
Ich möchte HTML und CSS lernen oder meine Homepage selbst erstellen
Dann ist klassischer Webspace mit einer kostenlosen Subdomain meist flexibler. lima-city kann für solche Projekte interessant sein.
Auch GitHub Pages oder Cloudflare Pages eignen sich für selbst erstellte statische Webseiten.
Ich möchte einen Blog erstellen
WordPress.com bietet eine einfache Möglichkeit, einen Blog kostenlos unter einer wordpress.com-Subdomain zu veröffentlichen.
Ich möchte eine geschäftliche oder langfristige Webseite erstellen
Dann empfehlen wir eine eigene Domain.
Eine Adresse wie:
meinefirma.de
wirkt professioneller als:
meinefirma.anbieter-domain.de
und macht Dich langfristig unabhängiger von einem einzelnen Homepage-Anbieter.
Ich möchte meinen Heimserver oder mein NAS erreichen
Dafür benötigst Du keine klassische Homepage-Subdomain. Ein DynDNS-Dienst wie ClickIP ist für diesen Zweck besser geeignet.
Ich möchte nur einen langen Link verkürzen
Dann benötigst Du weder eine neue Domain noch Webspace. Ein URL-Shortener wie 74i, Bitly oder TinyURL reicht dafür aus.
Nachteile kostenloser Domains und Subdomains
Kostenlose Angebote sind praktisch, haben gegenüber einer eigenen Domain aber häufig Einschränkungen.
Je nach Anbieter können beispielsweise folgende Nachteile auftreten:
- der Name des Anbieters ist Bestandteil Deiner Internetadresse
- Werbung des Anbieters kann eingeblendet werden
- Funktionen oder Speicherplatz können begrenzt sein
- bestimmte Einstellungen sind nur in kostenpflichtigen Tarifen verfügbar
- eine eigene E-Mail-Adresse zur Domain ist häufig nicht enthalten
- ein späterer Wechsel kann zusätzlichen Aufwand verursachen
- der Anbieter kann Bedingungen seines kostenlosen Angebots ändern oder den Dienst einstellen
Besonders bei langfristigen Projekten solltest Du bedenken, dass Dir eine kostenlose Subdomain normalerweise nicht dieselbe Unabhängigkeit bietet wie eine eigene Domain.
Für eine erste Homepage, zum Lernen oder für ein privates Projekt kann eine kostenlose Subdomain trotzdem vollkommen ausreichend sein.
Ist eine kostenlose Subdomain schlecht für SEO?
Eine kostenlose Subdomain kann grundsätzlich von Google indexiert werden und in den Suchergebnissen erscheinen. Allein die Tatsache, dass eine Webseite unter einer kostenlosen Subdomain erreichbar ist, verhindert also keine guten Rankings.
Entscheidend sind vielmehr die Qualität und Relevanz der Inhalte, die technische Umsetzung, interne und externe Verlinkungen sowie viele weitere Faktoren.
Für ein langfristiges Webprojekt bietet eine eigene Domain trotzdem wichtige Vorteile:
- Deine Internetadresse bleibt unabhängig vom Homepage-Anbieter.
- Du kannst den Webhoster wechseln und Deine Domain mitnehmen.
- Backlinks verweisen dauerhaft auf Deine eigene Domain.
- Eine kurze eigene Adresse lässt sich leichter merken.
- Unternehmen und professionelle Projekte wirken mit einer eigenen Domain meist vertrauenswürdiger.
Für eine private Homepage, ein Lernprojekt oder zum Ausprobieren spricht dagegen nichts grundsätzlich gegen eine kostenlose Subdomain.
Von einer kostenlosen Subdomain auf eine eigene Domain wechseln
Viele Webmaster starten ihre erste Webseite mit einer kostenlosen Subdomain und entscheiden sich später für eine eigene Domain. Das ist grundsätzlich möglich, sollte aber möglichst früh geplant werden.
Wenn Dein Anbieter das Verbinden einer eigenen Domain unterstützt, kannst Du Deine bestehende Webseite häufig weiterverwenden und lediglich unter einer neuen Adresse veröffentlichen.
Beispiel:
Bisher:
meinehomepage.anbieter.de
Später:
meinehomepage.de
Wichtig ist dabei, dass Besucher und Suchmaschinen möglichst korrekt von der bisherigen Adresse auf die neue Domain weitergeleitet werden.
Darauf solltest Du beim Wechsel achten
- neue Domain registrieren
- bestehende Webseite mit der neuen Domain verbinden
- alte URLs möglichst auf die entsprechenden neuen URLs weiterleiten
- interne Links auf die neue Domain umstellen
- Canonical-Angaben überprüfen
- Sitemap aktualisieren
- neue Domain in der Google Search Console einrichten
- wichtige externe Links nach Möglichkeit aktualisieren
Kann der bisherige Anbieter keine Weiterleitungen von der kostenlosen Subdomain einrichten, kann ein späterer Wechsel aus SEO-Sicht aufwendiger werden.
Wenn Du bereits beim Start weißt, dass aus Deinem Projekt eine langfristige oder geschäftliche Webseite werden soll, ist eine eigene Domain deshalb häufig von Anfang an die bessere Wahl.
Häufige Fragen zu kostenlosen Domains und Subdomains
Kann ich eine Domain wirklich kostenlos bekommen?
Eine echte registrierte Domain wird teilweise für einen begrenzten Zeitraum ohne zusätzliche Domainkosten angeboten. Meist ist sie dann Bestandteil eines kostenpflichtigen Hosting- oder Homepage-Pakets. Dauerhaft kostenlos sind dagegen verschiedene Subdomains erhältlich.
Gibt es eine dauerhaft kostenlose .de-Domain?
Eine dauerhaft kostenlose .de-Domain ist bei regulären Domain- und Hosting-Angeboten kaum zu finden. Angebote mit kostenloser .de-Domain sind häufig an einen kostenpflichtigen Tarif gebunden oder gelten nur für einen begrenzten Zeitraum.
Was ist der Unterschied zwischen Domain und Subdomain?
Eine Domain wie meineseite.de ist eine eigenständige registrierte Internetadresse. Eine Adresse wie meineseite.wordpress.com ist dagegen eine Subdomain der Domain wordpress.com.
Welche Anbieter bieten kostenlose Subdomains an?
Kostenlose Subdomains beziehungsweise kostenlose Anbieteradressen gibt es unter anderem bei WordPress.com, Jimdo, Wix, Homepage-Baukasten.de, lima-city, Cloudflare Pages und GitHub Pages. Die Angebote unterscheiden sich deutlich hinsichtlich Webspace, Homepage-Baukasten und technischer Möglichkeiten.
Brauche ich zusätzlich Webspace?
Das hängt vom Anbieter ab. Bei Homepage-Baukästen und Plattformen wie WordPress.com, Wix oder GitHub Pages ist der benötigte Speicherplatz bereits Bestandteil des Angebots. Bei einer separat registrierten Domain benötigst Du dagegen normalerweise zusätzlich Webhosting beziehungsweise Webspace.
Kann eine kostenlose Subdomain bei Google gefunden werden?
Ja. Webseiten unter einer Subdomain können von Google indexiert werden und in den Suchergebnissen erscheinen. Für den Erfolg sind insbesondere Inhalt, technische Qualität und die Relevanz der Webseite entscheidend.
Kann ich später von einer kostenlosen Subdomain auf eine eigene Domain wechseln?
Bei vielen Anbietern ist das möglich. Vorher solltest Du prüfen, ob eine eigene Domain verbunden und die bisherige Adresse auf die neue Domain weitergeleitet werden kann. Das ist besonders wichtig, wenn die bestehende Webseite bereits Besucher über Suchmaschinen oder externe Links erhält.
Ist eine kostenlose Subdomain für eine Firmenhomepage geeignet?
Technisch kann eine Firmenhomepage auch über eine kostenlose Subdomain erreichbar sein. Für einen professionellen Auftritt ist eine eigene Domain jedoch meist sinnvoller. Sie ist kürzer, unabhängiger vom Anbieter und ermöglicht beispielsweise eigene E-Mail-Adressen wie info@meinefirma.de.
Fazit: kostenlose Domain oder eigene Domain?
Eine kostenlose Subdomain ist eine gute Möglichkeit, ohne zusätzliche Domainkosten eine erste Webseite zu veröffentlichen. Besonders für private Homepages, Blogs, Lernprojekte und erste HTML-Versuche gibt es interessante kostenlose Angebote.
Wichtig ist, die unterschiedlichen Lösungen nicht miteinander zu verwechseln:
- Homepage-Baukästen bieten eine kostenlose Anbieteradresse inklusive Webspace.
- Freehoster wie lima-city stellen kostenlose Subdomains für eigene Webprojekte bereit.
- GitHub Pages und Cloudflare Pages richten sich vor allem an selbst erstellte und statische Webseiten.
- DynDNS-Dienste sind für Heimserver und Netzwerkgeräte gedacht.
- URL-Shortener verkürzen lediglich bestehende Links und ersetzen keine Domain.
Eine dauerhaft kostenlose klassische Domain wie meineseite.de ist dagegen kaum erhältlich. Wird eine solche Domain kostenlos angeboten, ist sie häufig für einen begrenzten Zeitraum Bestandteil eines kostenpflichtigen Tarifs.
Für eine erste private Homepage kann eine kostenlose Subdomain vollkommen ausreichen. Für ein langfristiges, professionelles oder geschäftliches Webprojekt empfehlen wir eine eigene Domain.
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